




"Das Segelschulschiff Gorch Fock"
Sonderausstellung Marinemuseum Wilhelmshaven
Wie können Exponate durch Erzählungen kontextualisiert und emotional erfahrbar werden?
Wie kann eine Umsetzung mit multimedialer Bespielung im Rahmen eines knappen Bugets umgesetzt werden?
Inspiriert von zahlreichen nautischen Begriffen und Vorgängen auf der Gorch Fock, dem Vorzeigeschiff zur Ausbildung bei der Deutschen Marine, ist es das Ziel diesen eigenen Kosmos mit der ganzheitlichen Bespielung des Raums den Besucher*innen nahe zu bringen. Navigation Deck-schrubben, Hängematten aufrollen und Segelmanöver, Masten auf- und abentern und viele andere Interaktionen sollen durch Interaktion in der Ausstellung erfahrbar werden.
In Anlehnung an das Museumsmotto „Menschen – Zeiten – Schiffe“ ist unsere gestalterische Linie unabdingbar mit den Exponaten und den dazugehörigen Geschichten der Zeitzeugen*innen in Schrift und Ton verbunden. Dabei bietet die Abstraktion in der Gestaltung den authen-tischen Objekten, Bildern und Tönen eine kontextualisierende Bühne und einen größeren Fokus auf jedes einzelne Geschichten.
Das grafische Leitmotiv ist die Dreiecksform eines Segeltuchs, das sich von den Vorstagsegeln oder auch Besanstagsegeln der Gorch Fock ableitet.
Sie findet sich als Bildfläche sowohl auf freistehenden Segeltüchern im Raum als auch auf den Ausstellungsmöbeln (Vitrinen), Text-Bildtafeln, Objektbeschriftungen und an den Wänden wieder. Das Hauptaugenmerk bildet die gegenüberliegende Wand vom Eingang. Die Teilung der Wand in zwei Dreiecke in Blau und Weiß versinnbildlicht die Gegensätze, welche die Gorch Fock mit sich bringt. Das Spektrum reicht von der optischen Wahr-nehmung, wie Himmel und Meer, Einflüssen der Natur auf das Schiff, wie Ruhe und Sturm über die diversen Empfindungen der Offiziersanwärter*innen gegenüber dem Schiff und der Ausbildung.
Neben der räumlichen Audiobespielung finden sich an zahlreichen Punkten
in der Ausstellung (Porträt-Vitrinen, Zeitstrahl, Waschschüssel-Vitrine, Recherche-Station, Reiseberichte) individuelle Hörstationen mit Einhand-hörern, die Erfahrungsberichte von Zeitzeugen*innen wiedergeben.
Die Persönlichen Erzählungen mit direkter Ansprache des Publikums kontextualisieren die Objekte und schaffen Räume des Dialogs.
Museumspädagogisches Zusatzpaket:
Ein persönliches Logbuch zum mit kritischen Fragen Hinweisen zu den Handsonstationen und Raum für eigene Reflexion können die Besucher*innen an der Kasse erhalten.
Konzeption



